Stoppt den SPAM – reCAPTCHA

Eine vielerorts im Web anzutreffende Methode um SPAM in Foren, Blogs & Co zu stoppen sind CAPTCHAs. Unter CAPTCHA versteht man eine Methode um sicherzustellen, dass es auch wirklich eine Mensch ist, welcher die Eingabe macht. Dies hat in der Anfangszeit auch ganz gut geklappt, aber die Spammer sind nicht dumm und haben Texterkennungssoftware eingebaut, um die Systeme auszutricksen. Es wurden also immer aufwendigere CAPTCHA Systeme entwickelt und das Wettrüsten ging weiter.

Einen interessanten Ansatz bietet jetzt reCAPTCHA. Es werden dem Benutzer Texte gezeigt, wo eine Texterkennungssoftware versagt hat. Das Internet Archive digitalisiert derzeit Bücher um diese online durchsuchbar zu machen. Die Erkennung funktioniert aber leider nicht perfekt. So kam man auf die Idee – ganz im Sinne von Web2.0 – die Nutzer zu fragen was denn nun das richtige Wort sein könnte. Dadraus entstand das Projekt reCAPTCHA.

\'reCAPTCHA

Es werden dabei immer zwei Wörter abgefragt. Das erste Wort wurde bereits ermittelt und das zweite Wort ist noch fraglich. Die Kombination aus beidem ergibt dann die Lösung und man darf seinen Kommentar in die Welt schicken. Für das zweite Wort sind allerdings nicht beliebige Lösungen möglich. Zum einen muss die Länge ungefähr mit der übereinstimmen, welche das zweite Wort hat (die Länge eines Wortes bekommt die Texterkennung normal noch ganz gut hin) und zum anderen werden auch andere Nutzer gefragt. Jedes Wort wird also mehreren Menschen gezeigt und die Ergebnisse abgeglichen. Als positiver Nebeneffekt wird so die Qualität der gescannten Bücher verbessert.

Ich finde dies ist einen interessanter Ansatz, welchen man mal im Augen behalten sollte. So kann jeder Betreiber was für die Community tun und bekommt nebenbei einen guten Spamschutz. Für die großen Softwaresysteme (WordPress, Typo, usw.) gibt es bereits einfache einzubindende Plugins. Und auch ansonsten ist die Abfrage schnell in die Homepage eingebunden. Für die zahlreichen Programmiersprachen des Webs gibt gut dokumentierte Beispiele.
Ob es allerdings wirklich so funktioniert wie gewünscht wird sich erst noch zeigen müssen. Denn – zugegebenermaßen – sind die Wörter einerseits englisch und zum anderen manchmal mehr als schwer zu lesen.

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